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Digitale Dokumente

Inaugural-Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Philosophie (Dr. phil.)
der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Duisburg-Essen

vorgelegt von

Stephan Hüßler

aus Warstein

Gutachter/Betreuer: Prof. Dr. Hans-Werner Wehling, Universität Duisburg-Essen Essen, im Dezember 2018

Die modellhafte Darstellung von Städten bezieht sich meist auf Städte, die es auch schon vor etwaigen Industrialisierungsprozessen zu nennenswerter Größe innerhalb ihres regionalen Kontextes gebracht haben. Ferner beruhen die Modellvorstellungen häufig auf der Annahme eines kontinuierlichen Wachstums. Beide Faktoren lassen sich für die Beispielstädte Herne und Wanne-Eickel nicht bestätigen. Sie stellen Raumausschnitte dar, die erst durch die Industrialisierung zu Orten bzw. zu Städten wurden und die in der post-industriellen Phase mit Schrumpfungsprozessen zu kämpfen haben.

Die Dissertation arbeitet daher die räumliche Entwicklung der beiden Städte unter landeskundlichen Aspekten heraus. Die Basis stellt eine umfangreiche, gebäudescharfe Kartierung für die Städte Herne und Wanne-Eickel zu sieben Zeitständen dar. Anhand der Karten, der themenbezogenen Literatur sowie anhand von Fotografien und Luftbildern konnten die industriell-gewerblichen Grundlagen aufgezeigt und das stadtstrukturelle Wachstum erklärt werden.

Die landeskundliche Raumanalyse wurde dann den gängigen Stadtstrukturmodellen und Theorien zu Industriestädten gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erarbeiten. Hieraus ergaben sich zahlreiche Grundprinzipien für die Entwicklung der industriellen Stadtstruktur. Auf Grundlage dieser Prinzipien wurde ein Stadtstrukturmodell für Industriestädte entworfen. Die industrielle Kulturlandschaftsforschung wird um diesen Aspekt erweitert.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Stephan Hüßler. Dieses Digitalisat wurde dem Historischen Verein Herne / Wanne-Eickel e. V. vom Autor zur Verfügung gestellt und unterliegt dem Urheberrecht. Bei einer Verwendung dieses Textes außerhalb der Internetseiten des Historischen Vereins Herne / Wanne-Eickel e. V. ist die Genehmigung beim Autor einzuholen.

Wir freuen uns, mit freundlicher Genehmigung von Koethers & Röttsches, Buchhandlungs- und Verlagsgesellschaft mbH, dieses Dokument veröffentlichen zu dürfen.

Johannes Decker veröffentlichte 1927 das Heimatbuch der Stadt Herne - Für Schule und Haus. Es wurde 1980 nochmals nachgedruckt.

Wir sind stolz darauf, in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Herne und der Stadt Herne, Fachbereich Stadtplanung und Bauordnung, dieses Dokument veröffentlichen zu dürfen.

1980 erschien ein Gutachten, das der Oberstadtdirektor der Stadt Herne in Auftrag gegeben hatte. Im Januar 1978 erteilte die Stadt Herne den Auftrag ein "Wissenschaftliches Gutachten für Arbeitersiedlungen im Stadtgebiet Herne" zu erarbeiten. In den insgesamt 9625 Wohnungen der 45 untersuchten Siedlungen lebten (1980) 22.263 Einwohner. Erstellt wurde es von Prof. Dr. Franziska Bollerey und Prof. Dr. Kristiana Hartmann.

 

 

Chronik der Gemeinde Baukau

angelegt von dem Lehrer

Julius Hegenberg

1877 in altdeutscher Schrift

Übersetzung von

Christel Mannke

2014/2015

 

Im Jahre 1877 legte der evangelische Hauptlehrer Julius Hegenberg die "Chronik der Gemeinde Baukau" an. In dieser Chronik beschreibt er die Entwicklung der Gemeinde von 1865 bis zu seinem Tode im Jahre 1906. Den Namen Baukau empfand der Zugereiste als "absonderlich", aber doch wohlklingend.


Seine Hauptthemen sind die bürgerliche Gemeinde, das Kirchen- und das Schulwesen. Gleichzeitig schlägt Hegenberg immer wieder einen Bogen zu Ereignissen in der deutschen Geschichte. Das kaisertreue Denken ist unverkennbar. Auch das - mitunter nicht einfache - Verhältnis zum größeren Nachbarn, der Gemeinde Herne, findet eine ausführliche Erwähnung.


Lange Zeit schlummerte dieser stadtgeschichtliche Schatz weitestgehend unbeachtet in der Archivbibliothek, denn die Chronik ist in altdeutscher Schrift verfasst. Im Rahmen der eigenen Ahnenforschung nahm sich Christel Mannke, Herner Bürgermeisterin von 1991 bis 1999, dieser Chronik an und "übersetzte" sie in lateinische Schrift, sodass dieses Werk nun einer breiten, stadtgeschichtlich interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung steht.


Christel Mannke und Stadtarchivar Jürgen Hagen lesen aus dieser Chronik und erinnern an altbekannte Namen wie z.B. Biesewinkel, Lackmann, Drögenkamp, von Forell, la Roche und Schaefer. Erzählt wird von Baukauer Höfen, von der aufkommenden Industrie und von dem nicht immer reibungslosen Zusammenwachsen der einheimischen Pohlbürger und der zugewanderten Menschen, die auf "Julia", "Von der Heydt" oder "Shamrock" arbeiteten. Kirchliche wie auch schulische Befindlichkeiten und Moralvorstellungen, wie etwa die Verbreitung von "unsittlichen Büchern" zeichnete der Chronist ebenso auf wie Unglücke, Gaunereien oder Mord und Totschlag, die sich in Baukau und den umliegenden Gemeinden ereigneten.


Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die alten Zeiten weder besser noch schlechter waren als die heutigen. Sie waren eben anders.

Quelle:

https://www.vhs-herne.de/kurse/webbasys/kursdetails.php?knr=16A2012